LUPID

LUPID

Stumm geschwiegen. Taub geredet. Unbekannte, die sich jeden Tag begegnen. Man weiß, was gemeint ist. Man kennt solche Gefühle aus verkorksten Beziehungen, in denen wir alle schon einmal steckten. Aber so treffend in einem Popsong auf den Punkt gebracht, hört man das in deutscher Sprache nur sehr selten. Bei LUPID sind solche Momente die Regel.

Tobias (29 Jahre alt, Singer/Songwriter), Patrick (27, Bass, Keyboards) und Markus (29, Schlagzeug) kennen sich schon seit der gemeinsamen Schulzeit aus Gießen. Tobias holte Patrick und Markus für sein Soloprojekt in die Liveband. Noch immer sind die drei in der Region zu Hause, in auch ihr Studio steht in Gießen. Die Atmosphäre war also vertraut, als die drei dort ihre Köpfe zusammensteckten und über die Zukunft nachdachten. Ein ehrlicher Austausch – dann war klar: „Wir machen weiter – und setzen alles auf eine Karte.“ Nicht Tobias Hundt 2.0. „Sondern eine komplett neue Band, ganz nach unseren eigenen Vorstellungen.“

Für LUPID begann eine extrem intensive Phase, um den neuen Bandsound zu definieren. Die drei Musiker tauschten sich mit ihrem Produzenten Thomas Eifert aus: Was lieben wir an Musik? Wann geht uns das Herz auf? „Wir drei stehen auf den Mix aus Beats und Synthies mit organischen Instrumenten“, sagt Tobias Hundt. Man darf sich den Sessionraum von LUPID wie ein Labor vorstellen, die drei Musiker sind die Forscher: Wie weit dürfen wir gehen, wie viel Elektronik tut den Songs gut? Immer weiter drehten sie das Rad. „Bis zu dem Moment, als wir uns anschauten und sagten: Das ist es. Das ist der Sound von LUPID.“

Da ist die elektronische Seite – digital und trotzdem einfühlsam und sehnsuchtsvoll. Und sie steht immer im Gleichgewicht zu den organischen Elementen, zur zugleich kraftvollen und leicht gebrochenen Stimme von Tobias Hundt, zum Klavier und zu den sparsam eingesetzten, aber wunderbar einprägsamen Gitarren.

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